Echt easy: Das eigene Tonstudio
Der Liebhaber feiner Audioaufnahmen möchte irgendwann selbst Hand an Mikrofon und Tastatur, an Regler und Knöpfe legen. Egal ob Sample, Remix oder Eigenkomposition, ob Sprache oder Gesang, ob Instrumentalmusik oder Synthesizer-Klänge – selbstgemixt klingt es einfach am besten. Im Tonstudio gilt, mehr noch als in vielen anderen Disziplinen, das Prinzip des “Learning by doing”. Erst beim Ausprobieren kommt man den Geheimnissen der Kunst der Tontechnik auf die (Ton-)Spur.
Ein eigenes Tonstudio ist heutzutage dank digitaler Technik recht schnell eingerichtet. Selbst wenn Profistudios auch heute noch mit mehrere Zehntausend Euro teurer Hardware ausgestattet sind – der ambitionierte Tonkünstler kann mit einem wesentlich günstigeren und dennoch guten Homerecording-Programm beachtenswerte Eigenkompositionen erschaffen. Ein weiterer Vorteil des Mixens am digitalen Mischpult ist, dass man sich hier erst einmal preisgünstig ausprobieren kann, bevor man in die teure Hardware und die komplette Studioeinrichtung inklusive Schallisolierung durch Schaumstoff investiert.
Das virtuelle Tonstudio am PC
Egal ob Profistudio für Musik- oder Sprachaufnahmen, ob für Solokünstler oder Orchester – ein leistungsfähiger Computer gehört immer dazu. Denn auch wenn die Originalversionen heutzutage immer noch auf CDs, DVDs, MiniDiscs oder seltener auf DAT-Cassetten oder gar den altbekannten 45- oder 90-minütigen Audiocassetten gesichert werden – das Mastering und das Schneiden der Tonspuren findet heute am PC statt. Außer dem PC mit optimalerweise mindestens 2 GB Arbeitsspeicher braucht man zum Aufnehmen und Mixen von Tapes mit guter Klangqualität eine sogenannte Sequenzer-Software. Neben mehrere Hundert Euro teurer Profi-Software gibt es auch kostenlose Programme, die für den Fortgeschrittenen ausreichen und für den Anfänger eine Unmenge an Möglichkeiten bieten. Solche Softwares sind quasi ein Studio auf dem Bildschirm. Das Sequenzer-Panel zeigt in überschaubarem Layout Tonregler, Knöpfe und Schieber an – bildet also das Mischpult virtuell, die Tonspur sowie alle Parameter ab.
Das A und O: Schallisolierung durch Schaumstoffe
Während ein Tontechniker, der Techno, Electro, House und Dance nur samplet und neu abmischt und eine Schallisolation seines Studios allenfalls für die bessere Konzentration beim Schneiden braucht, da braucht man für Gesangs- und Instrumentalaufnahmen in jedem Fall spezielle Schaumstoffe, mit denen die Studiowände schalldicht isoliert werden. Wer es als Studiomusiker, -sänger oder Toningenieur einmal erlebt hat, wie eine perfekt ausgesteuerte Aufnahme durch ein draußen vorbeifahrendes Auto oder einen Rumms aus dem Nachbarzimmer unbrauchbar wurde, der weiß, welch ein Segen diese Schaumstoffe sind. Denn das Störgeräusch im Hintergrund lässt sich bestenfalls nur mit einer zusätzlichen Software aus der Tonspur herausnehmen. Wer Gesang oder Instrumentenspiel aufnehmen will, der benötigt außerdem ein gutes Mikrofon, ein Headset sowie das Audio-Interface als Schnittstelle zwischen den Geräten. Bei den Erstgenannten genügt für den Anfang ein sogenanntes “Podcast-Einsteiger-Set”, das oft überraschend gute Klangqualität liefert.
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